Taekwondo Kerpen: Das sind die Wurzeln unseres Sports

Taekwondo Kerpen: Taekwondo ist eine alte koreanische Kampfkunst, dessen Wurzeln 2.000 Jahre zurückreichen sollen. Das SSK-Taekwondo-Team betreibt traditionelles Taekwondo, welches sich im Großen und Ganzen an den folgenden Regeln und Grundsätzen orientiert.

Was bedeutet Taekwondo?

Der heute verwendete Begriff Taekwondo besteht eigentlich aus drei Worten und fassen unseren Sport im Grunde großartig zusammen. Hier ist die Aufschlüsselung:

 

Tae = „Fuß“ (steht für alle Fußtechniken)

Kwon = „Faust“ (steht für alle Hand- und Armtechniken)


Do = „Weg“ (Wie im Deutschen auch als Methode oder Zielstreben zu verstehen, mit dem chinesischem Begriff TAO in engem Zusammenhang).

 

Taekwondo als moderner Sport

Taekwondo unterteilt sich heute in sieben Teildisziplinen. Diese Teildisziplinen werden auch beim SSK-Taekwondo-Team praktiziert. 

1. Formenlauf (Poomsae): Festgelegte Techniken werden in streng vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.

2. Selbstverteidigung (Hosinsul): Selbstverteidigung gegen unbewaffnete oder bewaffnete Gegner.

3. Einschrittkampf (Ilbo-Taeryeon): Ein Schaukampf mit festgelegter Technikenreihenfolge gegen einen Gegner. Neben dem Einschrittkampf gibt es auch noch den Zwei- und Dreischrittkampf (Ibo- bzw. Sambo-Matsogi, Ibo- bzw. Sambo-Taeryeon), die eher untergeordnete Bedeutung haben.

4. Bruchtest (Gyeokpa): Zerstören von Holzbrettern, Ziegeln oder sonstigen Materialien mittels Taekwondo-Techniken. Hier überprüft der Taekwondoin seine Schlag- bzw. Trittkraft.

5. Freikampf (Gyeorugi
): Abgesprochener oder freier Kampf in verschiedenen Kombinationen.

6. Wettkampf (Chayu Matsogi
): Leicht-, Semi- oder Vollkontaktkampf gegen einen Gegner.

7. Grundschule (Gibon Yeonseup)
, Gymnastik (Dosoo Dallyon) und Theorie (Ilon) sollten aber auch ständige Trainingsbestandteile sein.

Ein bisschen Philosophie

Durch kontinuierliches Training und bewusste Ausübung dieser Disziplinen sollen die Taekwondoins ihren Körper und Geist schulen. General Choi Hong-hi hat das ursprüngliche Taekwondo begründet. Er hat dies in fünf zu erreichenden Zielen zusammengefasst. Diese gelten als „Grundsätze des Taekwondo“:

1. Ye-Ui: Die Höflichkeit

2. Yom-Chi: Die Integrität

3. In-Nae: Das Durchhaltevermögen

4. Guk-Gi: Die Selbstdisziplin

5. Beakjul-bool-gul: Die Unbezwingbarkeit

Der Taekwondo Eid von Choi Hong-hi

Um diese Ziele zu erreichen, stellte Choi Hong-hi einen Eid auf, dem sich alle Taekwondo-Schüler verpflichtet fühlen sollen:

  • Ich verpflichte mich, die Grundsätze des Taekwondo einzuhalten.

  • Ich verpflichte mich, meinen Trainer und alle Höhergestellten zu achten.

  • Ich verpflichte mich, Taekwondo nie zu missbrauchen.

  • Ich verpflichte mich, mich für Freiheit und Gerechtigkeit einzusetzen.

  • Ich verpflichte mich, bei der Schaffung einer friedlicheren Welt mitzuarbeiten.
SSK-Taekwondo-Team: Kup-Prüfung am 03. Februar 2019 | Bruchtest

Ein bisschen Physik kann auch nicht schaden

Um mit einer Taekwondo-Technik die nötige Kraft und die damit verbundene durchschlagende Wirkung zu erzielen, bedient sich der Taekwondoin bestimmter physikalischer Gesetzmäßigkeiten. Das Wissen um diese physikalischen Gesetze nannte Choi Hong-hi „Theorie der Kraft“. Sie besteht aus:

  • Konzentration: Die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen. Große Fläche = kleine Kraftwirkung, kleine Fläche = große Kraftwirkung.

  • Reaktionskraft: Gegnerische Kraft plus eigene Kraft = Kraft, die auf den Gegner einwirkt.

  • Gleichgewicht: Angriff wird wirksamer und Abwehr wird stabiler, wenn der Körper sich im Gleichgewicht befindet.

  • Atmungskontrolle: Eigene Schlagwirkung und Schutz des eigenen Körpers erhöhen sich durch Anspannen der Bauchmuskeln (Ausatmen und Pressen) im Moment des Schlages.

  • Schnelligkeit: Je größer die Geschwindigkeit, desto größer ist die wirksame Kraft.

  • Masse: Je größer die am Schlag beteiligte Masse (Hüfte und gesamter Körper, nicht nur das schlagende/tretende Körperteil), desto größer die wirksame Kraft.

Auch wenn das jetzt alles etwas kompliziert klingt: Taekwondo ist ein moderner Sport, der vor allem viel Spaß macht. Es bietet eine tolle Art, seinen Körper und seinen Geist fit zu halten. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es nicht. Alle Übungen können altersentsprechend ausgeführt werden.