Taekwondo Kerpen: Grundsätzliches über den Formenlauf

Der Formenlauf gehört auch in der Taekwondo-Abteilung des SSK-Kerpen zum Programm. Formen (Poomsae) sind eine streng vorgegebene Folge von Bewegungsabläufen, die aus Verteidigungen und Angriffen bestehen. Es wird gegen einen imaginären Gegner gekämpft.

Die Formen sind eine gute Grundlage, die Techniken der Grundschule zu erlernen, zu vertiefen und zu perfektionieren. Darüber hinaus wird die praktische Anwendung der einzelnen Techniken innerhalb eines komplexeren Angriffs- und Verteidigungs-Szenario geübt.

Im Formenbereich gibt es auch regelmäßig Turniere, bei denen sich die Wettkämpfer in Ausdruck, Kraft und Präzision messen. Wir unterscheiden zwischen den acht Schülerformen und den sogenannten Meisterformen.

Eagal ob bei der Kup- oder Dan-Prüfung oder natürlich besonders auf Turnieren kommt es auf die richtige Ausführung der jeweiligen Formen an. Hier noch einmal der Auszug aus der Wettkampfordnung Poomsae der Deutschen Taekwondo Union (DTU)

Exaktheit und Details der Poomsae

Taekwondo Kerpen: Training in den Sommerferien als Turniervorbereitung

TECHNIK

Auf die folgenden Merkmale ist bei der Ausführung der Poomsae immer zu achten

• Stand / Stellungen Schrittlängen, unterscheidbar, exakt -kein Rutschen, keine Korrekturen)

• Deutliche Ausführung einer Technik -exakt/vollständig vom Start/Ansatz bis zum Ende / Einrasten und optisch verwechslungsfrei

• Korrekte und deutlich erkennbare Angriffsstufe (unten, oben, Mitte)

• Fußtechniken in der definierten und geforderten Höhe

• Deutliches Einrasten der Technik (Endpunktspannung).

• Angriffstechniken von innen geführt, Abwehrtechniken von außen geführt

• Maximaler Anspruch an Präzision und Exaktheit der Technik und unverwechselbare Stellungen. Stichwort: exakte, klare und deutliche Bewegungsausführung

• Fehlender oder falsch platzierter Kihap

Genauigkeit der Basisbewegung

Bezeichnet die Richtigkeit und Genauigkeit der Bewegungsabfolge gemäß der Vorgaben des Kukkiwon Textbook und „The Explanation of Official Taekwondo Poomsae II“.

Stichwort: korrekte Laufrichtungen, identischer Start- bzw. Schlusspunkt (mit Ausnahme Form 10 und 14). Meint die Exaktheit/ Genauigkeit bzw. die Sorgfalt in der Darstellung einer Bewegung und / oder einer Bewegungskoordination. Die verwechslungsfreie Ausführung eines Bewegungsablaufs.
Balance.

• Präzise Stand-und Technikausführung ohne Unsicherheit oder Wackeln
• Körpergleichgewicht (sicher, störungs-, unruhefrei, insbesondere bei Einbeinständen)
• Balance (kein Zittern, keine Standkorrektur), Oberkörperhaltung (keineRückenlage), Hüfteinsatz

Bei Paar-/ Teamwettbewerben

• Zusätzliches Augenmerk auf die Synchronität (zeitliche Übereinstimmung)
• Gleichartigkeit der Bewegung
• Auftritt, Vorbereitung, Aufmarsch, Team als Einheit
• Abstand zueinander (gleichbleibend, nicht enger/ nicht weiter werdend)
• Winkelübereinstimmung der Techniken, insbesondere der Tritte
• konstanter Blick, einheitliche Kopfwendungen
• Bei gleichem Fehler von zwei oder mehr Läufern, wird nur ein Fehler in Abzug gebracht

PRÄSENTATION

Taekwondo Kerpen: Kein Training in den Osterferien

Geschwindigkeit und Kraft

• Die Bewegungen müssen in Übereinstimmung mit den Eigenschaften der entsprechenden Bewegungen der Form stehen

• In der definierten Geschwindigkeit (schnell, kraftvoll-explosiv und langsame Elemente). Kontinuierliche Beschleunigung (Geschwindigkeit) mit maximaler Endpunktspannung (Kraft)

Koordination von Rhythmus und Geschwindigkeit, sowie Weichheit und Kraft

• Fließende Ausführungen der Bewegungen ohne Zögern.
• Differenzierung harte & weiche Bewegungen.
• Gleichmäßiger Rhythmus ohne Verzögerung.
• Flüssigkeit (Übergang von einer Bewegung zur anderen).
• Harmonisch-einheitlicher Lauf, natürliche, rhythmisch-fließende Bewegungen und Verbindungen, Techniken unverzüglich weiterführen.

Ausdruck und Energie

• Die Form wird mit Erhabenheit und Qualität präsentiert die von einem Beherrschen der Energie herrührt

• Sie wird ausgeführt mit Größe (Volumen) der körperlichen Aktionen

• Konzentration, Mut, Schärfe und Selbstbewusstsein, je nach Eigenschaft der Bewegungsabläufe