Antworten rund um das Thema "Was macht man beim Taekwondo?"

Wer kann Taekwondo machen und was macht man da eigentlich?

Wer kann Taekwondo machen und was macht man da eigentlich?: „Taekwondo ist eine Sache für junge Leute.“ „Taekwondo können nur extrem gelenkige Menschen betreiben.“ „Beim Taekwondo muss man viel einstecken können“.

Das sind nur einige der Sätze, die man hört, wenn man sich mit seinen Mitmenschen über unseren Sport unterhält. Leider gehören viele dieser Annahmen eher ins Reich der Ammenmärchen. Vielmehr zeichnet sich Taekwondo durch eine hohe Vielseitigkeit aus.

Man kann unseren Sport mit völlig unterschiedlichen Motivationen betreiben. Das Spektrum geht hier vom Breitensport bis hin zur Teilnahme an Olympischen Spielen. Das SSK-Taekwondo-Team ist schwerpunktmäßig im  Bereich des Breitensports angesiedelt. Auch wir trainieren alle fünf Bereiche des Taekwondo: Grundschule, Selbstverteidigung, Formenlauf, Zweikampf und natürlich auch der berühmte Bruchtest.

Was bringt mit Taekwondo?

Was bringt mir Taekwondo? Diese Frage lässt sich einfach beantworten. Regelmäßiges Taekwondo-Training steigert  die allgemeine körperliche Fitness. Das eigene Körpergefühl wird geschult und die Koordinationsfähigkeit wird verbessert.

Darüber hinaus steigert Taekwondo das Selbstwertgefühl. Das alles sind gute Gründe für unseren Sport. Allerdings darf man auch einen Aspekt nicht vergessen. Taekwondo macht unglaublich viel Spaß. Und es ist überhaupt nicht schwer einzusteigen. Wir haben im Folgenden die wichtigsten Fakten rund um Taekwondo zusammengefasst.

Brauche ich eine Ausrüstung um Taekwondo zubetreiben?

Die Grundausstattung beim Taekwondo besteht aus einem einfachen und leichten Trainingsanzug, der „Dobok“ genannt wird. Er besteht aus einer weißen Hose, einer weißen Jacke und einem Gürtel. Angefangen wird mit dem weißen Gürtel, der im Laufe der Zeit und der Prüfungen seine Farbe ändert. Am Ende steht dann der berühmte schwarze Gurt.

In der Regel trainieren wir ohne Schuhe, da sich so die vielen Fußtechniken am besten erlernen lassen. Wenn man mit Schuhen trainieren möchte, sollte man sich spezielle Taekwondo-Schuhe zulegen. Weitere Ausrüstung ist zunächst nicht notwendig oder ist beim SSK-Taekwondo-Team vorhanden.

Weitere Ausrüstung ist zunächst nicht notwendig oder ist beim SSK-Taekwondo-Team vorhanden. Das sind zum Beispiel die Schutzwesten, die für das Wettkampftraining notwendig sind. Oder Schlagkissen, die auch Pratzen genannt werden. Wer zu uns zum Probetraining kommt, braucht ausschließlich eine bequeme Sporthose und ein T-Shirt und schon kann es losgehen.

Die einzelnen Bereiche beim Taekwondo

Grundschule

Bei der „Grundschule“ lernt der Sportler alle relevanten Techniken, die im Taekwondo eingesetzt werden. Dazu gehören Tritte und Schlagtechniken zum Angriff. Aber auch Ausweichmanöver und Blocktechniken zur Verteidigung gehören in das Grundschulprogramm.

Alles was hier gelernt wird, kommt in den anderen Disziplinen zum Einsatz. Sei es nun der Formenlauf oder der Bruchtest. Aber die Grundschule dient nicht nur zur Erlernung von Techniken. Die Grundschule trainiert auch das Gleichgewicht und die Orientierung im Raum.

Taekwondo Kerpen: Ap Chagi

2. Formenlauf oder Poomsae

Der Formenlauf ist im Grunde ein imaginärer Kampf gegen einen oder mehrere Gegner. Es werden genau definierte Angriffs- und Abwehrtechniken in einer ebenso genau definierten Reihenfolge absolviert. Insgesamt gibt es 17 Formen, die je nach Gürtelgrad gelaufen werden. Hier finden sich auch die in der Grundschule erlernten Techniken in verschiedenen Kombinationen wieder.

Die Formen werden dann auch in den Gürtelprüfungen gefordet. So muss ein Taekwondoin die erste Form beherrschen, wenn er den 7. Kup (grün-gelber Gürtel) machen möchte. Der Formenlauf wird ist auch eine Wettkampfdisziplin. Das SSK-Taekwondo-Team geht auch regelmäßig auf entsprechende Turniere. Es besteht aber keine Verpflichtung für Sportler hier teilzunehmen.

Der „Formenlauf“ entspricht einem Schattenkampf. Entsprechend der Leistungsstufe des Taekwondoin (Gürtelfarbe) wird eine vorgegebene Bewegungsform eingeübt, insgesamt gibt es 17 Formen. Im Laufe der Zeit verbessert der Sportler beim Formenlauf  sein Gleichgewicht und seine Bewegungsabläufe. Auch der Einsatz der Atmung wird mit der Zeit immer besser. Poomsae wir auch auf Turnieren gelaufen. Bis hin zu Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Wettkampf

Beim Wettkampf stehen sich zwei Sportler im direkten Kampf gegenüber. Geschützt durch die polsternde Ausrüstung ist dann der Vollkontakt möglich. Im Klartext: Man versucht den Gegner wirkungsvoll zu treffen.

Im „Wettkampf“ behauptet sich der Taekwondoin gegen einen Partner. Um Verletzungen bei dieser Vollkontakt-Übung vorzubeugen, ziehen beide Sportler Schutzausrüstung an. Diese besteht aus einer Kampfweste, Schienbein-, Unterarm-, Hand-, Spann-, Tief- und Kopfschützer sowie Zahnschutz. Der Wettkampf läuft nach klar definierten Regeln ab. Gewertet werden Treffer, die mit korrekten Techniken die reguläre Trefferfläche (Kampfweste oder Kopf) erreichen. Faustangriffe zum Kopf sind beispielsweise verboten. Ziel ist es, entweder durch Punktevorsprung oder durch einen K.O.-Sieg den Kampf zu gewinnen. 

Selbstverteidigung - Hosinsul

Unter „Selbstverteidigung“ versteht man die Abwehr von Angriffen mit Hand, Fuß oder Waffen. Dabei steht eine verhältnismäßige, effektive Verteidigung gemäß §32 des StGB und seinen Erläuterungen im Vordergrund.

Im Taekwondo werden hierfür Schläge, Tritte, Hebel und Würfe gelehrt, die Verteidigung erfolgt grundsätzlich ohne den Einsatz von Waffen. Das Abwehren und Festlegen des Gegners zählt ebenso zu den Zielen wie das Erlangen eines sicheren und selbstbewussten Auftretens.

Bruchtest - Kyokpa

Beim BBruchtest“ zeigt der fortgeschrittenere Taekwondoin die praktische Anwendung der erlernten Techniken. Dabei zeigt sich sowohl, ob die gewünschte Wirkung einer Technik erzielt wird, als auch ob der Ausführende die Technik soweit beherrscht, dass er sie punktgenau auf ein Ziel und ohne eigene Verletzungen ausführen kann.

Mit möglichst geringem Kraftaufwand werden dabei Bretter mit 1 cm bis 3 cm Dicke (geschlechts-, alters- und technikabhängig) zerschlagen.

Und sonst noch?

Grundsätzlich gehört natürlich zu jedem Training das entsprechende Aufwärmprogramm, um überhaupt richtig loslegen zu können. Das stärkt die Kondition und bereitet und auf die Trainingseinheit vor. Und natürlich wird sich gedehnt. Das ist für Taekwondo-Sportler besonders wichtig, da wir die Techniken mit großer Beweglichkeit ausführen wollen.

Wir beim SSK-Taekwondo-Team decken alle fünf Bereiche des traditionellen Taekwondos ab. Dabei sind wir ein eher formenorientierter Verein. Das heißt, dass wir uns im Bereich Wettkampf (direkter Zweikampf) etwas zurückhalten und uns ein wenig auf den Formenlauf fokusieren. Das gilt insbesondere für Turnierteilnahmen. Wie dem auch sei: Taekwondo ist ein Sport für jedes Alter und kann beim SSK-Taekwondo-Team auch altersgerecht trainiert werden. Jeder so wie er kann.

Wir empfehlen einfach vorbeikommen und bei einem Probetraining mitmachen. Es ist wirklich einfach etwas Neues auszuprobieren.

Wer kann Taekwondo machen und was macht man da eigentlich?